Jackfruit: Ein echtes Küchenwunder

Ganz ehrlich: Als ich das erste Mal Jackfruit probiert habe, war ich ziemlich enttäuscht. Die Konsistenz fand ich komisch, der Geschmack war… na ja, irgendwie fad und leicht „dosenartig“. Ich dachte nur: Warum feiern das alle in der veganen Küche so sehr? Heute weiß ich: Nicht die Jackfruit war das Problem – sondern meine Zubereitung. Richtig gewürzt und behandelt ist sie ein echtes Küchen-Wunder.

Jackfruit Nahaufnahme

Was ist Jackfruit überhaupt?

Jackfruit ist die größte Baumfrucht der Welt und stammt ursprünglich aus Süd- und Südostasien. Für die vegane Küche ist vor allem junge, unreife Jackfruit interessant. Sie wird meist in Dosen oder Gläsern in Salzlake verkauft. Sie schmeckt neutral und hat eine faserige, fleischähnliche Struktur. Reife Jackfruit dagegen ist süß und fruchtig – lecker, aber eher etwas für Desserts oder Smoothies.

Warum ist sie so beliebt in der veganen Küche?

Ganz einfach: Textur. Junge Jackfruit zerfällt beim Garen in Fasern, die an Pulled Pork oder Hähnchen erinnern. Geschmack bringt sie selbst kaum mit und genau das ist ihre Stärke. Sie nimmt Gewürze, Marinaden und Saucen extrem gut auf.

Nährwerte (junge Jackfruit, grob pro 100 g)

  • ca. 90–100 kcal
  • Kohlenhydrate: 20–23 g
  • Ballaststoffe: 2–3 g
  • Protein: eher wenig (1–2 g)
  • Fett: fast keins
  • enthält etwas Kalium, Vitamin C (mehr in reifer Frucht)

Wichtig: Jackfruit ist kein Proteinersatz wie Tofu oder Linsen. Sie ist eher ein Textur- und Sattmacher-Baustein. Kombiniere sie am besten mit Bohnen, Linsen oder Nüssen.

Zubereitung – so wird sie richtig gut

Hier lag mein Fehler am Anfang. Ich habe sie nur abgespült und gewürzt – das reicht nicht.

Besser so:

  1. Abspülen & ausdrücken
    Die Stücke gründlich unter Wasser abspülen und dann mit den Händen oder einem Tuch ausdrücken. So verschwindet der leicht säuerliche Dosengeschmack.
  2. Zerkleinern
    Harte Kernstücke abschneiden, den Rest mit den Fingern oder zwei Gabeln auseinanderzupfen.
  3. Vorkochen oder anbraten
    Kurz in Brühe köcheln oder direkt scharf anbraten. Röstaromen machen einen riesigen Unterschied.
  4. Kräftig würzen & marinieren
    Jackfruit braucht Power: Paprikapulver, Rauchsalz, Sojasauce, BBQ-Sauce, Knoblauch, Kreuzkümmel, Chili – je nach Gericht.

Ideen für Gerichte

Pulled Jackfruit Burger
Mit BBQ-Sauce schmoren, bis sie weich und saftig ist. Auf Burgerbrötchen mit Krautsalat – unglaublich gut. Hier geht’s zum Rezept.

Tacos oder Wraps
Mit Taco-Gewürz, Zwiebeln und Paprika anbraten. Dazu Guacamole und Limettensaft.

Currys
In Kokosmilch mit Currypaste köcheln lassen. Die Fasern saugen die Sauce auf wie ein Schwamm.

Veganer „Thunfisch“-Salat
Fein zerpflückt, mit Algenflocken, Mayo (vegan), Senf und Gewürzgurken mischen.

Mein Fazit

Ich musste wirklich lernen, wie man mit Jackfruit umgeht. Naturbelassen aus der Dose ist sie langweilig – gut gewürzt und gebraten dagegen richtig herzhaft. Heute ist sie für mich eine der besten Zutaten, wenn ich ein Gericht „fleischig“ wirken lassen will, ohne Ersatzprodukte zu benutzen. Gib ihr eine zweite Chance – aber diesmal mit ordentlich Gewürzen und Hitze.

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